
Ein gutes Haltungssystem schafft Möglichkeiten.
Bewegen, fressen, ruhen, ausweichen, beobachten und Beziehungen pflegen – nicht nacheinander, sondern jeden Tag.
Nicht ein einzelnes Merkmal entscheidet.
Offenstall, Weide oder Heu ad libitum sind keine isolierten Qualitätsstempel. Entscheidend ist, wie Wege, Ressourcen, Gruppen und Ruhebereiche im Alltag zusammenspielen.
Bewegung
Paddock-Trail, Weideflächen und räumlich getrennte Ressourcen geben Anlass, sich freiwillig zu bewegen.
Sozialkontakt
Pferde brauchen Artgenossen – zugleich aber Raum, um Nähe und Abstand selbst regulieren zu können.
Fressen & Wasser
Rauhfutter, Wasser und Fressplätze müssen erreichbar sein, ohne dass einzelne Pferde dauerhaft verdrängt werden.
Ruhe & Sicherheit
Liegeflächen und Rückzugsmöglichkeiten sind nur wertvoll, wenn Pferde sie tatsächlich entspannt nutzen können.
Die passende Herde ist wichtiger als die größte Herde.
Der Schweizerhof betreibt einen großen Offenstall mit gemischter Herde sowie einen sogenannten Mittelstall für ältere, rangniedrige oder besonders ruhebedürftige Pferde. Ein weiterer Offenstall steht je nach Situation für Gastpferde zur Verfügung.
- großer Offenstall mit rund 900 m² befestigtem Paddock
- Mittelstall mit rund 490 m² befestigtem Paddock
- separate Eingliederungs- und Krankenboxen
- Weideflächen von etwa 6 ha beziehungsweise 1 ha

Bewegung soll aus dem Alltag entstehen.
Ein Trail kann Bewegungsanreize schaffen, wenn Futter, Wasser, Ruhe und interessante Bereiche sinnvoll verteilt sind. Er ersetzt kein Training, aber er verhindert, dass der gesamte Tagesablauf aus Warten auf die nächste menschliche Aktivität besteht.
Frischluft, Umweltreize und die Möglichkeit, die Umgebung zu überblicken, gehören ebenso dazu wie ausreichend breite Wege und Ausweichmöglichkeiten.
Ratgeber: Offenstall und Paddock-Trail beurteilen →
Die stillen Momente zeigen, ob ein System funktioniert.
Jederzeit verfügbares Rauhfutter, Wasser im Freien, geschützte Fressbereiche und Liegehallen bilden die Grundlage. Wichtig ist nicht nur, dass diese Angebote vorhanden sind, sondern dass auch rangniedrige Pferde sie ohne dauernden Stress nutzen können.
Werden Pferde regelmäßig liegend, fressend und in ruhigem Sozialkontakt beobachtet, ist das ein wertvoller Hinweis – aber niemals die einzige Beurteilungsgrundlage.

Eingliederung braucht Beobachtung, Zeit und einen Plan.
Neuzugänge kommen zunächst in eine Kennenlern- beziehungsweise „Grüezi-Box“. Wie schnell und in welchen Schritten der weitere Kontakt erfolgt, wird individuell abgestimmt.
Alter, bisherige Haltung, Sozialerfahrung, Gesundheitszustand und Temperament verändern den Ablauf. Eine starre Tageszahl wäre deshalb kein Qualitätsmerkmal.
Eingliederung verstehenDas Pferd hinter dem Steckbrief
- bisherige Haltungsform und Herdenerfahrung
- Fütterung, Gesundheit und Belastbarkeit
- Sozialverhalten und bekannte Stresssituationen
- Erwartungen der Besitzerin oder des Besitzers
Rahmenbedingungen für Alltag, Training und Austausch.
Reithalle
20 × 40 Meter; 2024 vollständig renoviert.
Reiterstübchen
Beheizbarer Raum für Theorie, Pausen und Gespräche.
Sattelkammern
Unterbringung der persönlichen Ausrüstung.
Parkplätze & Toiletten
Praktische Infrastruktur für Einsteller und Gäste.
Weide, Paddock, Fressbereiche und Ruhe.



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